Fritz Phantom am Sommerlager 2017

Heute in der Lagerbravo: Lagerfeuergeschichten mit high-end Spannungsfaktor.

Erschreckende Nachrichten erschütterten die Pfadfindergruppe Innsbruck-Allerheiligen bereits am Sonntag. Ein berühmter Verbrecher namens Fritz Phantom war anscheinend aus einem Gefängnis in Wien ausgebrochen und könnte nun im Pfadfinderdorf Zellhof sein Unwesen treiben. Was genau er plant und wie ereignisreich die bevorstehende Woche noch wird, war zu diesem Zeitpunkt niemandem klar.

Wieso dieses Lager, trotz der Warnung, ein voller Erfolg wurde, ist einerseits den Kindern und Leitern, andererseits den freiwillig angereisten Superhelden zuzuschreiben. Aber wie jede Geschichte voller Helden, Kampf und einem großen Showdown, muss beim Erzählen immer vorne begonnen werden.

 

Gut gelaunt und schwer bepackt starteten knapp 30 PfadfinderInnen in ein Abenteuer, das wohl niemand so schnell vergessen wird. Neben den üblichen Kochstellen-, Zeltaufbau- und Klopapierproblemen traf am Sonntag eine wichtige Warnung via Videoaufzeichnung ein. Fritz Phantom ist auf freiem Fuß!

Zu unser aller Glück war dieser Superschurke ein wenig schusselig und unsere Caravelle sehr aufmerksam, denn es wurde der supergeheime Plan des F.PH. gefunden. 20 Halstücher, genäht zu einem Heißluftballon, sollten ihm seinem einzigwahren Ziel näher bringen: der Pfadfinderfahne.
Auf das Raten eines mutigen Wichtels hin, wurde sofort der einsatzleitende Kommissar Semmelweich verständigt und so reisten schon am Montag Superhelden mit ihren Schützlingen an. Von niemand geringerem als Aqua Girl mit Kabeljauboy, Little Tom, Poison Ivy und Spiderwoman wurden die Kinder in verschiedensten Superheldendisziplinen ausgebildet.

Nach diesem Training bereitete den Kindern lediglich der Sturm Probleme, kein Fritz Phantom. Ganz so als ob er die potentielle Gefahr am Lagerplatz gewittert hätte.

Am Donnerstag, zu dem Zeitpunkt hatte niemand mehr mit einem Übergriff gerechnet, geschah es dann. Der gesuchte Halstuchdieb wurde von den Kindern auf frischer Tat ertappt und zu Boden gerungen. Kurz gelang es ihm, sich aus der Kindermasse hervor zu winden und einen Fluchtversuch zu starten, der allerdings durch einen glücklichen Zwischenfall mit einem Späher endete.
Das Phantom wurde zum Kommissar geleitet und der Abend, und in weiterer Folge das Lager, war gerettet.

Würde man die tapferen, frisch ausgebildeten Superhelden befragen, was wohl das Beste an diesem Lager war, so würde neben dem reißerischen Programm auch Schloss Hellbrunn mit Wasserspielpark und Salzburg, eine sehr berührende Versprechensfeier, äußerst kreative Lagerfeuerbeiträge, internationale Gäste am Lagerplatz, der Tag der offenen Kochtöpfe oder der erlebte Hike zu ihrer Auflistung zählen.

Leiterintern gab es schon einige Theorien, wer der Komplize des Phantoms war. Hinter vorgehaltener Hand munkelt man einen Namen, der alle in Angst und Schrecken versetzen kann und niemand geringerer ist als der Radiator.
Eines ist allerdings klar: im Falle eines erneuten Angriffs können wir auf Captain Gabsen und die Pfadfindergruppe Innsbruck-Allerheiligen zählen.